Dreckiger Sieg. Das tägliche Brot. Philipp Weber bis 2021

"Man of the Match" Franz Semper - SC DHfK Leipzig vs. SG Flensburg-Handewitt - Arena Leipzig am 21.10.2018 - Foto: Rainer Justen
„Man of the Match“ Franz Semper – SC DHfK Leipzig vs. SG Flensburg-Handewitt – Arena Leipzig am 21.10.2018 – Foto: Rainer Justen

Handball Bundesliga: Der SC DHfK Leipzig verlor nach einer Leistungssteigerung in der Arena Leipzig gegen den deutschen Meister und Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt mit 20:21 (11:9) Toren.

Der SC DHfK Leipzig war mannschaftlich das bessere Team und die Flensburger Gäste entschieden angesichts der individuellen Überlegenheit am Ende knapp die Partie.

Andre Haber: „Mit dieser Leistung werden wir wieder schnell in die Punkte kommen.“

Maik Machulla: „Die Bundesliga ist auch für uns das tägliche Brot.“

SC DHfK Leipzig: Philipp Weber verlängerte seinen Vertrag bis 2021. 

„Die Entscheidung für Leipzig ist mir aber letztendlich sehr leicht gefallen, denn ich glaube, wenn wir in den nächsten Jahren gemeinsam weiter hart arbeiten, kann der Sprung nach Europa auch mit dieser Mannschaft möglich sein.“

21.10.2018 – TIME / Frank Zepp:

Aber: In einer insgesamt niveauarmen Begegnung (technische Fehler 14:9 !) in der nicht mehr spielerisch stärksten Liga der Welt leistete sich die SG Flensburg-Handewitt eine historische Vereins-Pleite: Leipzig gelang ein 8:0-Lauf vom 1:4 zum 9:4 innerhalb von 14 Minuten. Das fünfte Gäste-Tor durch Jöndal fiel sogar erst nach 15 Minuten.

Der SC DHfK Leipzig machte für einen Sieg vom 19:19 (53.) in der Crunchtime einige Fehler zu viel. Zudem wurden zwei Weber-Würfe geblockt und ein Fehlwurf von Esche kam hinzu. Trotzdem ist der Flensburger Sieg schmeichelhaft.

„Ich habe mir die nötige Zeit genommen, um über meine Zukunft zu entscheiden und abzuwägen, ob vielleicht auch ein Wechsel ins Ausland der richtige Schritt für meine persönliche Entwicklung wäre. Die Entscheidung für Leipzig ist mir aber letztendlich sehr leicht gefallen, denn ich glaube, wenn wir in den nächsten Jahren gemeinsam weiter hart arbeiten, kann der Sprung nach Europa auch mit dieser Mannschaft möglich sein. Außerdem fühle ich mich beim SC DHfK nicht nur sportlich unheimlich wohl, sondern habe auch abseits des Profisports meinen Lebensmittelpunkt in Leipzig, so dass ich sehr glücklich bin, zwei weitere Jahre hier zu bleiben“, so der Torschützenkönig der Saison 2016/2017 Philipp Weber zu seiner Vertragsverlängerung.

Stimmen:

Maik Machulla (SG Flensburg-Handewitt): „Ich bin sehr froh über die Punkte in Leipzig. Insgesamt bin ich nicht einverstanden mit der Art und Weise, wie wir nach dem 1:4 gespielt haben. Wir stellten das Handball spielen ein – mit der Abwehr und den Torhütern war ich noch zufrieden. Leipzig hat eine hoch emotionale Partie gezeigt. Aber mit Respekt: Wir sind individuell zu gut, dass wir uns in eine solche Situation bringen müssen. Leipzig hat viel mehr verdient als die bisherigen drei Punkte. Ich bin sehr, sehr zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Wir hatten sechs Abgänge zu verzeichnen. In der Champions League haben wir nach der überzeugenden Leistung in Nantes zwei Punkte zu wenig. Nach bislang 19 Pflichtspielen zeigten wir heute körperliche und mentale Müdigkeit. Am Ende sind wir Opfer unserer eigenen guten Leistungen. Aber die Bundesliga ist auch für uns das tägliche Brot.“

Andre Haber (SC DHfK Leipzig): „Es ist eine bittere Situation für uns. Wir haben heute noch besser als gegen Kiel gespielt. Die Deckung war über 60 Minuten gut. Wir haben 40 Minuten geführt oder nur ein Unentschieden zugelassen. In den letzten Minuten haben wir das Spiel durch eigene Fehler aus der Hand gegeben. Mit dieser Leistung werden wir wieder schnell in die Punkte kommen.“

Holger Glandorf (SG Flensburg-Handewitt): „Wir haben uns sehr schwer getan. Wir wussten, was auf uns zu kommt. Wenn wir uns nicht nach der Pause gesteigert hätten, wäre unsere Weste nicht mehr weiß.“

Milos Putera (SC DHfK Leipzig): „Wir brauchen die Punkte und können uns für ein schönes Spiel nichts kaufen.“

Bastian Roscheck (SC DHfK Leipzig): „Es ist sehr bitter. Es wäre gut gewesen, Punkte mit zu nehmen. Aber wir leben noch.“

Statistik: DKB Handball Bundesliga, 10. Spieltag

SC DHfK Leipzig vs. SG Flensburg-Handewitt 20:21 (11:9)
Spielfilm: 1:4 (7.), 9:4 (21.), 9:5 (22.), 10:5 (23.), 11:9 (HZ) – 11:11 (34.), 15:15 (43.), 19:19 (53.), 19:21 (55.), 20:21 (56.), 20:21 (EST)
Man of the Match: Franz Semper
Beste Torschützen: Weber 9/4, Semper 7 – Jöndal 7, Lauge 4, Johannessen 4
Torhüter: 10:11 Paraden
Technische Fehler: 14:9
Steals: 5:2
Gegenstoß (1. Welle): 1:2
Zuschauer: 4.109 in der Arena Leipzig

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