Fußball EM 2021: Deutschland – systemlos, strukturlos, erfolglos

Fußball EM 2021 - Deutschland DFB Kader - UEFA EURO - Foto: Thomas Böcker/DFB
Fußball EM 2021 – Deutschland DFB Kader – UEFA EURO – Foto: Thomas Böcker/DFB

Fußball EM 2021 UEFA EURO 2020Deutschland unterlag Frankreich. Es war aber kein DFB-Match auf Augenhöhe gegen den Weltmeister, sondern ein Klassenunterschied!

Schon gar nicht eine gute deutsche Leistung trotz der Ballbesitz-Strategie, sondern eine taktische und strategische Fehlleistung von Bundestrainer Joachim Löw bei der System-Auswahl.

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16.06.2021 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

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Wille und Engagement der DFB-Auswahl waren vollumfänglich vorhanden. Eine fußballerische Qualitäts-Einheit auf hohem Welt-Niveau, von Joachim Löw geformt, fehlte deutlich. Der Weltmeister war mit diesen normalen notwendigen deutschen Tugenden, über die man eigentlich keine Worte verlieren müsste, nicht zu bezwingen.

Der Bundestrainer brach den personellen Umbruch der Mannschaft zu Gunsten der höheren Erfolgsaussicht eines eingespielteren Teams (29 Jahre im Durchschnitt) ab. Die „Systemfrage“ verlor Löw. Eine 3-4-0-3-Formation mit nur drei offensiven Kräften ohne echten Mittelstürmer und mit einem großen 0-er-Loch zwischen beiden Sechsern und der verkappten Sturmreihe zeigte sich als Anfänger-Fehler des so erfahrenen Bundestrainers. Frankreich konnte sich so mit zwei Reihen vor und im Strafraum der bescheidenen deutschen Offensivkraft relativ leicht erwehren.

Die Team-Struktur oder die spielkulturelle Substanz ohne echten Spielmacher war sehr instabil. Nur über die Außen zu Torchancen zu gelangen, zeigt kaum Matchplan-Struktur. Es fehlte strukturell an Abstimmungen, Automatismen und der „Leichtigkeit des Seins“. Mit der Rückgewinnung der 2014er-Weltmeister Mats Hummels und Thomas Müller und der Versetzung von Joshua Kimmich auf den rechten Flügel, was spielerische Substanz im Mittelfeld kostete (viele Fehlpässe) sowie den beiden Sechsern Toni Kroos und Ilkay Gündogan (beide auch beim 0:6-Debakel in Spanien dabei) fehlte die Erfolgsstruktur im Mittelfeld und damit der Motor für die schwächelnde Offensive.

Wer keine Tore schießt, kann kein Spiel gewinnen. Deutschland besaß eine hundertprozentige Torchance durch Gnabry (54.) und 1,5 Halbchancen (Müller und Gündogan in erster Hälfte). Toni Kroos‘ Blick war nach dem Match diesbezüglich sehr getrübt: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht und hatten nicht weniger Chancen als die Franzosen.“ Von einem Führungsspieler ist normalerweise mehr Kritik zu erwarten. Die Erfolglosigkeit der deutschen Mannschaft ist eben nicht mit der falschen Benchmark Lettland (7 Tore) meßbar. Gelingt am Sonnabend gegen Portugal auch kein Treffer, wird es möglicherweise enger mit dem Erreichen des Achtelfinals für Deutschland.

Eine Lanze für den Weltmeister: Frankreich, in blendender Team-Verfassung, spielte wesentlich überlegener, als es das knappe Ergebnis aussagt. Zwei äußerst enge Entscheidungen bei den Abseitstoren und ein nicht gegebener Foulstrafstoß (78.) gegen Hummels bei der Attacke gegen den ihm weglaufenden Mbappe zeugten von großer Überlegenheit bei der Erarbeitung und Fast-Verwertung der Tormöglichkeiten. Frankreichs Erfolg hätte noch höher ausfallen können (müssen).

Quintessenz für die DFB-Auswahl: In der aktuellen sportlichen Verfassung ist man auf höchstem Niveau kein gleichwertiger Gegner gegen den Weltmeister. Vielleicht reicht es ja gegen den Europameister und Titelverteidiger Portugal.

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