Handball WM 2021: Deutschland vor WM-K.O. Spanien siegreich

Handball WM 2021 Ägypten - DHB Team - Deutschland - Copyright: Sascha Klahn / DHB
Handball WM 2021 Ägypten – DHB Team – Deutschland – Copyright: Sascha Klahn / DHB

Handball WM 2021 Ägypten, 27. IHF Handball Weltmeisterschaft vom 13. bis 31. Januar 2021, Hauptrunde, Gruppe I: 

Europameister Spanien bezwang Deutschland im vorentscheidenden Match um den zweiten Gruppenplatz und damit dem Einzug ins Viertelfinale mit 32:28 (16:13) Toren.

Die deutsche Nationalmannschaft agierte 15 Minuten nach der Pause auf höherem Niveau und war auf dem Weg, die Begegnung sowohl mental als auch sportlich zu entscheiden. Danach sorgten wieder der spielerische Einbruch und neun Minuten ohne deutschen Treffer für die Matchwende zu Gunsten Spaniens.

Deutschland hat nur noch höchst theoretische Chancen auf den zweiten Platz und den Einzug ins Viertelfinale der Handball Weltmeisterschaft und kann dies nicht mehr aus eigener Kraft und nur noch mit viel Schützenhilfe schaffen.

Man of the Match: Raul Entrerrios (Spanien)

Deutschlands Startformation: Wolff, Kühn, Weber (Firnhaber), Häfner, Gensheimer, Golla, Kastening

21.01.2021 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball WM 2021 Ägypten:

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahm Spanien die Matchkontrolle. Im vor abwehrtaktisch geprägten Spiel des Europameisters fand die deutsche Angriffsreihe nur selten die Löcher. Einzig allein Häfner traf aus dem Rückraum oder ging im 1:1 aufs Tor. Spielmacher Weber kam nicht zur Entfaltung gegen die 3:2:1-Deckung der Spanier, die phasenweise schon als mannbezogene offensive 3:3-Abwehr anzusehen war. Auf der deutschen Seite erhielt Firnhaber im Abwehrblock bereits in der 11. Minute seine zweite Zeitstrafe und wurde im Innenblock durch Böhm ersetzt.

Einer zu geringen Wurfeffizienz auf deutscher Seite stand zudem ein Nachteil auf der Torhüterposition (Wolff) gegenüber. Die angebliche deutsche Nummer 1 wurde in der 29. Minute durch „Oldie“ Bitter ersetzt. Der spanische Positionsangriff war besser strukturiert und es gelang den Spielern von Chefcoach Ribera auch erfolgreich im Gegenstoß zu sein. Insgesamt eine „sichere“ und verdiente Führung des Europameisters. Das deutsche Team konnte nicht an die Leistung der zweiten Halbzeit gegen Ungarn anknüpfen.

Deutschland startete bärenstark in die zweite Halbzeit gegen schwächelnde Spanier mit Canellas und Maqueda in Rückraum und Deckung. Das deutsche Team zeigte mit Qualität im Spielaufbau eine gute Leistung, auf die aufgebaut werden kann. Von 16:13 zur Pause zeigte die DHB-Auswahl einen 6:12-Lauf zur 22:25-Führung in der 44. Minute.

Handball WM 2021 Ägypten bei SPORT4FINAL

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Spanien konterte mit einem 6:0-Lauf bis zur 52. Minute und drehte die Begegnung. Der Europameister agierte nun wieder mit den Dujshebaev-Brüdern und erkämpfte sich den Matchzugriff. Deutschland blieb 9 Minuten ohne Treffer und zeigte wie in den entscheidenden Spielen gegen Spanien in den letzten Jahren einen dramatischen Einbruch.

Diese Qualitätsfrage, gerade auch im taktischen Bereich sowie in der Chancenverwertung, bestand die deutsche Mannschaft nicht. Der zweite spanische Torhüter „vernagelte“ seinen Kasten und Bitter, der hervorragende 15 Minuten hielt, konnte nun nicht mehr das Gleichgewicht im Tor herstellen. Spanien brachte die Partie sicher nach Hause. Als es in der Crunchtime entscheidend darauf ankam, war der Qualitäts-Unterschied wieder sehr deutlich erkennbar. Spanien gewann am Ende verdient eine umkämpfte, aber nicht hochklassige bedeutungsvolle Begegnung.

Stimmen (Quelle: ZDF):

Johannes Bitter: „Wir haben ein geiles Spiel gemacht. Wir haben gut dagegen gehalten. Wir haben dann drei Fehler gemacht und die Gegenstöße bekommen. Wir haben vorher die ballsicherste Mannschaft der Welt im Griff gehabt. Wir müssen nicht mit hängenden Köpfen hieraus gehen. Spanien hat den Druck gespürt, aber haben der hat sie nicht umgebracht.“

Alfred Gislason: „Wir fangen an, mit zu viel Risiko zu spielen, nach dem wir in der zweiten Halbzeit 15 Minuten überragend gespielt haben. Dann machen wir zu viele Fehler und verwerfen ganz freie Bälle. Wir machen uns selber kaputt. Die Chancen, die wir verwerfen haben, waren sehr gut heraus gespielt. Vielleicht auch eine Konzentrationsfrage, aber auch eine überragende Leistung von Perez de Vargas im Tor. Wir hatten große Probleme im Zurücklaufen in der ersten Halbzeit. Wir hatten uns nur auf diese offensive Deckung vorbereitet. Wir haben Spanien später in die 6:0-Abwehr gezwungen. Wir hatten die Chancen, das Spiel zu zu machen. Die Chancenverwertung hat uns das Genick gebrochen. Wir können uns nun auf das nächste Spiel konzentrieren.Wir müssen sehr viel Glück haben, um noch ins Viertelfinle zu kommen. Trotzdem großen Respekt für die Mannschaft. Mit etwas mehr Routine auch in der Abwehr hätten wir gewinnen können.“

Uwe Gensheimer: „Das Schwierigste ist jetzt, das Spiel zu verdauen. Weil ähnlich wie vor zwei Tagen wir das Spiel hätten gewinnen können. Es ist ein schmaler Grat, wenn man nach kurzem Aufbau den schnellen Pass an den Kreis macht. Wir haben zu viele Bälle einfach liegen lassen.“

Statistik:

Hauptrunde, Gruppe I, 1. Spieltag

Spanien vs. Deutschland 32:28 (16:13)

Spielfilm: 0:1 (3. – Schiller 7m), 1:1 (5. – D. Dujshebaev), 1:2 (6. – Drux), 2:2 (7. – A. Dujshebaev), 2:3 (8. – Weber), 3:3 (8. – Sole 7m ÜbZ), 3:4 (9. – Schiller 7m), 4:4 (9. – A. Dujshebaev), 5:4 (10. – Entrrrios (UnZ), Firnhaber 2. Zeitstrafe (11.), 6:4 (11. – Sole 7m ÜbZ), 6:5 (12. – Drux UnZ), 7:5 (13. – Fernandez TGS), Auszeit Deutschland (13.), 7:6 (13. – Häfner), 8:6 (15. – Sole TGS), 9:6 (15. – Sole TGS), 9:7 (17. – Kastening), 10:7 (17. – D. Dujshebaev), 10:8 (18. – Häfner), 11:8 (18. – Sole), 11:9 (19. – Golla), 12:9 (23. – D. Dujshebaev), 13:9 (25. – Gomez UnZ), 13:10 (25. – Häfner ÜbZ), 13:11 (26. – Kastening), 14:11 (26. – Canellas), 15:11 (27. – Canellas ÜbZ), 15:12 (28. – Gensheimer UnZ), Bitter ins Tor (28.), Auszeit Spanien (30.), 16:12 (30. – Maqueda), 16:13 (30. – Golla), 16:13 (HZ) – 16:14 (31. – Häfner), 16:15 (32. – Kastening), 17:15 (33. – Sarmiento), 17:16 (34. – Häfner), 18:16 (34. – Sarmiento), 18:17 (35. – Kastening), 18:18 (36. – Kastening), 19:18 (36. – Maqueda), 19:19 (38. – Golla), 19:20 (38. – Kastening TGS), Auszeit Spanien (38.), Bitter parierte 7m von Gomez (39.), 19:21 (39. – Knorr UnZ), 20:21 (40. – A. Dujshebaev ÜbZ), 20:22 (40. – Golla UnZ), 21:22 (41. – Gomez ÜbZ), 21:23 (42. – Schiller 7m), 21:24 (43. – Häfner), 22:24 (43. – Entrerrios), 22:25 (44. – Weber), 23:25 (45. – Entrerrios), 24:25 (46. – Fernandez TGS), Auszeit Deutschland (46.), 25:25 (47. – D. Dujshebaev), 26:25 (48. – Fernandez TGS), 27:25 (49. – Fernandez), Schiller 7m Latte (51.), 28:25 (52. – A. Dujshebaev), 28:26 (53. – Kastening), 29:26 (53. – A. Dujshebaev), Firnhaber 3. Zeitstrafe (55. – Rot), 30:26 (55. – Sole 7m ÜbZ), 31:26 (56. – Fernandez ÜbZ), 31:27 (57. – Gensheimer ÜbZ), 31:28 (57. – Gensheimer TGS ÜbZ), 32:28 (59. – Figueras), 32:28 (EST)

Man of the Match: Raul Entrerrios (Spanien)

Beste Torschützen: Fernandez 6, A. Dujshebaev 5, Sole 5, Entrerrios 4 – Kastening 7, Häfner 6, Golla 4, Schiller 3, Gensheimer 3

Wurfeffizienz: 57:51 Prozent

Technische Fehler: 10:10

Gegenstoß-Tore: 4:2

Strafminuten: 6:10

Schiedsrichter: Matija Gubica und Boris Milosevic (Kroatien)

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