Handball EM 2018: Gruppe D mit Deutschland und Europameister Norwegen

Nora Mörk - Handball EM 2016: Norwegen begeisternder Europa-Champion gegen starke Niederlande - Foto: SPORT4FINAL
Nora Mörk – Handball EM 2016: Norwegen begeisternder Europa-Champion gegen starke Niederlande – Foto: SPORT4FINAL

Handball EM 2018 Frankreich: Die EHF EURO der Frauen findet vom 29. November bis 16. Dezember in Frankreich statt. Die Vorrunden-Gruppe D spielt in Brest mit Titelverteidiger Norwegen, Rumänien, Deutschland und Tschechien.

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30.11.2018 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball EM 2018 – Vorrunden-Gruppen D in Brest: Norwegen, Rumänien, Deutschland, Tschechien.

Norwegen:

Norwegen war zuletzt die führende Kraft im Frauen-Handball der letzten Dekade. Ihre Rekorde in allen Wettbewerben sind hervorragend, aber ihre Handball EM Geschichte ist konkurrenzlos. Norwegen hält den Rekord für die meisten gewonnenen Trophäen mit sieben Titeln, darunter vier aufeinanderfolgende Meisterschaften von 2004 bis 2010. Norwegen gewann drei Weltmeisterschaften und zwei Olympia-Goldmedaillen. Zudem noch 15 Silber- und Bronze-Medaillen bei den großen Wettbewerben. Nach dem Gewinn der dritten Weltmeisterschaft 2015 erlitt Norwegen einen kleinen Rückschlag, als sie ein spannendes Halbfinale bei den Olympischen Spielen 2016 gegen den späteren Champion Russland verloren. Bei der EHF EURO 2016 schlug die Mannschaft von Trainer Thorir Hergeirsson zurück und gewann ihren siebenten EURO-Titel gegen die Niederlande im Finale. Die norwegischen EURO-Hoffnungen bekamen im Oktober einen kleinen Dämpfer mit der Verletzung von Nora Mörk, mehrjähriger All-Star und Top-Scorer der Olympischen Spiele 2016, der EURO 2016 und der Weltmeisterschaft 2017. Zudem verletzte sich auf der gleichen Position im rechten Rückraum Amanda Kurtovic beim letzten Vorbereitungs-Turnier. Norwegen ist aber neben Frankreich und den Niederlanden Top-Favorit auf den Titel 2018.

Erfolge:

EHF EURO: Gold 1998, 2004, 2006, 2008, 2010, 2014, 2016. Silber 1996, 2002, 2012. Bronze 1994

Olympia: Gold 2008, 2012. Silber 1988, 1992. Bronze 2000, 2016

IHF WM: Gold 1999, 2011, 2015. Silber 1997, 2001, 2007, 2017. Bronze 1986, 1993, 2009

Schlüssel-Spielerinnen:

Kari Grimsbö und Katrine Lunde (Torhüterin), Veronica Kristiansen (Rückraum links), Stine Oftedal (Rückraum mitte), Heidi Löke (Kreis mitte), Camilla Herrem (Kreis links)

Coach: Thorir Hergeirsson (seit 2009)

Rumänien:

Rumänien hat eine lange Tradition im Wettbewerb, qualifizierte sich für jede Weltmeisterschaft und verpasste nur eine Handball EM 2006. Rumäniens EURO-Rekord ist eine Bronzemedaille aus dem Jahr 2010 und das Team ist motiviert, dies zu ändern und es bis in die Endphase in Frankreich zu schaffen. Um die EHF EURO 2018 zu erreichen gewann Rumänien seine Qualifikations-Gruppe vor Russland, auch wenn sich Russland wie Rumänien in einer Übergangsphase befinden. Rumänien konzentriert sich auf die Entwicklung seiner zahlreichen jungen und talentierten Spielerinnen um die Kapitänin Cristina Neagu. Die dreimalige Welt-Handballerin des Jahres ist das Herzstück des rumänischen Teams und spielt neben Melinda Geiger und den außergewöhnlichen Torhüterinnen Denisa Dedu und Yuliya Dumanska. Mit dem viermaligen Champions-League-Sieger Ambros Martin als Cheftrainer scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, dass Rumänien ganz oben bei den Titelkämpfen ankommen kann.

Erfolge:

EHF EURO: Bronze 2010

IHF WM: Gold 1962. Silber 1973, 2005. Bronze 2015

Schlüssel-Spielerinnen:

Denisa Dedu und Yuliya Dumanska (Torhüterin), Eliza Buceschi (Rückraum mitte), Melinda Geiger (Rückraum rechts), Cristina Neagu (Rückraum links), Crina Pintea (Kreis mitte)

Coach: Ambros Martin (vor EURO 2016)

Deutschland:

Deutschland hat seit der Silbermedaille bei der Premiere der Frauen EHF EURO im Jahr 1994 noch dreimal (1996, 2006 und 2008) das Halbfinale erreicht, wurde aber letztendlich nur Vierter. Nach der enttäuschenden Heim-Weltmeisterschaft 2017 unter dem vollends gescheiterten Bundestrainer Michael Biegler, Deutschland unterlag im Achtelfinale Dänemark, wurde ein Neuformierungs-Prozeß durch den neuen Chefcoach Henk Groener eingeleitet. Für Henk Groener besteht die Aufgabe, das Team langfristig aufzubauen mit der Zielstellung der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Bei der EHF EURO 2018 befindet sich Deutschland in einer anspruchsvollen Gruppe: „Diese Gruppe ist wirklich ein Hammer. Die einzige gute Nachricht ist, dass wir uns gleich zu Beginn mit Norwegen duellieren, und wenn man sie in einem Turnier besiegen kann, liegt die beste Chance zum Auftakt“, sagte Groener.

Erfolge:

EHF EURO: Silber 1994

Olympia: Silber 1976. Bronze 1980

IHF WM: Gold 1971, 1975, 1978, 1993. Bronze 1965, 1990, 1997, 2007

Schlüssel-Spielerinnen:

Dinah Eckerle (Torhüterin), Emily Bölk (Rückraum links), Xenia Smits (Rückraum links und mitte), Angie Geschke (Rückraum mitte + Kreis links), Alicia Stolle (Rückraum rechts), Julia Behnke (Kapitänin – Kreis mitte), Luisa Schulze (Kreis mitte)

Coach: Henk Groener (seit Januar 2018)

Tschechien:

Die Qualifikation für eine EHF EURO hat die Tschechische Republik zum zweiten Mal geschafft. Die Tschechische Republik fand bereits bei der EHF EURO 2016 viel Beachtung mit unerwarteten Ergebnissen gegen starke Gegner wie Russland oder Rumänien. Tschechien beendete die Handball EM 2016 mit Platz zehn – zwei Ränge hinter ihrem bisher höchsten Rang acht (1994 und 2002). Bei der Weltmeisterschaft 2017 kam die Tschechische Republik in die Top 10 das erste Mal. Sie erreichte das Viertelfinale, nachdem sie Rumänien im Schock-Achtelfinale besiegten. Aber gegen die Niederlande war Endstation. Mit einem soliden Kader und außergewöhnlichen individuellen Talenten geht die Tschechische Republik in das EM-Turnier in Frankreich.

Schlüssel-Spielerinnen:

Lucie Satrapova (Torhüterin), Marketa Jerabkova (Rückraum links), Iveta Luzumova (Rückraum mitte), Helena Rysankova (Rückraum rechts), Jana Knedlikova (Kreis rechts), Petra Adamkova (Kreis mitte)

Coach: Jan Basny (seit 2010)

Spielplan Gruppe D:

01. Dezember: 15:00 Uhr Norwegen vs. Deutschland / 18:00 Uhr Rumänien vs. Tschechien

03. Dezember: 18:00 Uhr Deutschland vs. Rumänien / 21:00 Uhr Tschechien vs. Norwegen

05. Dezember: 18:00 Uhr Deutschland vs. Tschechien / 21:00 Uhr Norwegen vs. Rumänien

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