SG Flensburg-Handewitt bezwang Skjern Handbold

SG Flensburg-Handewitt - Saison 2018-2019 - Handball Bundesliga - EHF Champions League - Foto: SG Flensburg-Handewitt
SG Flensburg-Handewitt – Saison 2018-2019 – Handball Bundesliga – EHF Champions League – Foto: SG Flensburg-Handewitt

Die SG Flensburg-Handewitt hat ihr Konto in der Staffel B der VELUX EHF Champions League ausgeglichen.

Die SG Flensburg-Handewitt schlug Skjern Handbold mit 26:22 (10:10) Toren, überflügelte den Kontrahenten und verbesserte sich auf Platz vier. Lasse Svan bestritt seine 500. Partie für die SG Flensburg-Handewitt.

„Es war ein schönes Spiel, ich bin zufrieden, dass wir gewonnen haben“, sagte der dänische Rechtsaußen. „Das war besonders wichtig, da ich sonst die nächsten Tage rund 100 SMS-Nachrichten von Eggi und Mogi erhalten hätte.“

05.11.2018 – PM SGFH / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Selten wurde eine Gastmannschaft mit so viel Applaus bedacht wie Skjern Handbold. Das lag nicht nur an den vielen Dänen in der Halle, sondern vor allem an der Aufstellung des dänischen Meisters. In seiner Startformation standen mit Thomas Mogensen und Anders Eggert zwei SG-Legenden. Anders Eggert zeigte sogleich mit einem feinen Dreher vom linken Flügel, dass er nichts verlernt hat. Überhaupt erwischte Skjern den besseren Auftakt.

Die SG musste ohne Tobias Karlsson, der gegen den SC Magdeburg einen Schlag an den Kopf bekommen hatte und am Sonntag über Übelkeit und Kopfschmerzen klagte, auskommen. Seine Kollegen behalfen sich mit einer 5:1-Defensive. Rasmus Lauge agierte als vorgezogener „Fänger“, während Simon Hald das Abwehrzentrum bildete. „Wir konnten diese Variante nur am Taktikbrett durchgehen, aber dafür hat es sehr gut geklappt“, erklärte SG-Trainer Maik Machulla. „Ich hatte gesehen, dass Skjern gegen die 5:1-Abwehr von Zagreb Probleme hatte. Zudem war ich mir sicher, dass sich unser Gegner nur auf eine 6:0-Abwehr vorbereiten würde. Schließlich spielen wir seit Jahren nichts anderes.“

Nach Tobias Karlsson fiel Anders Zachariassen aus

Nach dem 1:4 kamen die Hausherren in einen kleinen Lauf. Hampus Wanne glich per Gegenstoß aus. Lasse Svan schloss in seinem Jubiläumsspiel den nächsten Konter zum 5:4 ab. Simon Jeppsson, der diesmal der ersten Sieben angehörte, packte sogar noch einen drauf. Das Ganze war allerdings nur ein Strohfeuer. Skjern zog nicht nur gleich, sondern auch vorbei. Die SG größte Mühe – und nicht immer Fortune. Zu allem Überfluss schied auch noch Anders Zachariassen aus. Er war mit dem Fuß umgeknickt. Nach dem 8:10 verlief zumindest die 29. Minute optimal: Zunächst traf Simon Hald vom Kreis, dann schoss Holger Glandorf durch eine Deckungslücke. Mit einem Remis ging es zum Pausentee. „In der ersten Halbzeit unterliefen uns zu viele Fehler“, kritisierte Maik Machulla. „Allerdings war auch viel Neues zu beachten.“

Beiträge nicht gefunden

Benjamin Buric und Hampus Wanne zelebrieren Konter

Mit Wiederbeginn formierten sich Simon Hald und Johannes Golla zum Defensiv-Bollwerk. Vorne schwangen nun Jim Gottfridsson und Rasmus Lauge das Zepter. Die SG kam in Schwung, und Benjamin Buric hielt. Mit einem weiten Abwurf leitete der bosnische Keeper das Tor des Tages ein. Das Publikum raunte, weil Hampus Wanne einen weiten Laufweg zu meistern hatte, der eigentlich nicht zu schaffen war. Doch der Schwede ergatterte den Ball und donnerte ihn zum 14:12 in die Maschen. Die „Hölle Nord“ tobte. Und weil es so schön war, machte es das „Konter-Gespann“ kurz darauf in nicht ganz so spektakulärer Form nochmals. Da hieß es bereits 17:13.

Zuschauer stärken der SG Flensburg-Handewitt den Rücken

Als der Vorsprung wenig später gar auf fünf Treffer angewachsen war, wähnten sich viele schon in Siegerlaune. Doch ein Doppelpack brachte Skjern wieder näher heran, was Maik Machulla zu einem Team-Timeout veranlasste. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste! Die Zuschauer hatten ein feines Gespür und unterstützten ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen. Fünf Minuten vor Ultimo steckte Rasmus Lauge auf Johannes Golla durch. Der Kreisläufer traf zum 24:19. Nun war der Drops endgültig gelutscht. „Ich bin froh, dass wir eine so gute Abwehr spielen konnten“, sagte Hampus Wanne. „Diese beiden Punkte waren enorm wichtig.“

Statistik:

SG Flensburg-Handewitt vs. Skjern Handbold 26:22 (10:10)

SG Flensburg-Handewitt: Buric (17 Paraden) – Golla (4), Hald (2), Glandorf (5), Svan (2), Wanne (5/1), Jeppsson (1), Zachariassen, Johannessen, Gottfridsson (2), Lauge (5)

Skjern Handbold: Nielsen (12 Paraden) – Mogensen (3), Jakobsen (1), T. Konradsson, Eggert (3), Cichosz (4), J. Konradsson (3), Stenbäcken, Grebenc, Christensen, Søndergaard (3), Augustinussen,Tangen (5)

Schiedsrichter: Kurtagic/Wetterwik (Schweden); Zeitstrafen: 2:2 Minuten (Johannessen 2 – Augustinussen 2); Siebenmeter: 1/1:0; Zuschauer: 5211

Spielverlauf: 0:2 (3.), 1:4 (6.), 6:4 (11.), 6:6 (14.), 8:7 (20.), 8:10 (26.) – 11:10 (32.), 12:12 (36.), 15:12 (39.), 17:13 (40.), 19:14 (42.), 19:16 (46.), 21:17 (49.), 22:19 (53.), 24:19 (55.), 25:20 (56.), 26:21 (58.)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.